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Geschichte, Zahlen, Daten und Fakten rund um Häcksler und Schnittgut 2018

Häcksler - Zahlen, Fakten zur ErfindungSeit jeher gilt die Arbeit im Bereich der Landwirtschaft als mühsam, schweißtreibend und zeitaufwändig. Etwa zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es die Menschen mehr und mehr leid, Äste, Zweige und Co. in mühsamer Kleinarbeit zu zerkleinern, um das Endprodukt, den Holzschnitt anschließend als Mulch oder auch als Wegbelag für Gärten, Innenhöfe und so weiter zu nutzen.

Überhaupt hatte die Industrialisierung gerade erst begonnen, sodass man sich auch in dieser Branche endlich Fortschritte bzw. Arbeitserleichterungen erhoffte. Der Unternehmer Segler, ein Landmaschinenhersteller gilt heute als Pionier in der Herstellung von Häckslern. Nachdem aber der erste „Prototyp“ fertiggestellt war, dauerte es noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, bis Segler endlich mit seiner Innovation in Serie gehen konnte. Seitdem findet der Häcksler sowohl in der Landwirtschaft, als auch in der Industrie sowie im privaten Bereich rege Verwendung.

Im Laufe der Zeit etablierten sich zwei wesentliche Häckslervarianten: Der Walzenhäcksler und der Messerhäcksler. Ersterer ist mit einem Walzenwerk und einer Druckplatte ausgestattet und zerquetscht das Häckselgut, während der Messerhäcksler im Inneren mit scharfen Klingen arbeitet, die in der Lage sind, sowohl kleine Zweige, als auch größere Äste zu zerkleinern.

So schnell und effizient das Messerwerk arbeitet, so laut ist diese Häckslerart doch auch in ihrer Funktion.

Welche Wattzahl für welche Geäst-Durchmesser?

Sicherlich hält der gut sortierte Fachhandel heute Häcksler bereit, deren Leistungs- und Funktionsportfolio optimal auf die Bedürfnisse und Walzenhäcksler von Atika - besonders leiseAnforderungen der Verbraucher zugeschnitten sind. Zu beachten ist, dass die „kleineren“ Exemplare, die Häcksler mit Elektromotor in erster Linie für den hobbymäßigen Gebrauch gedacht sind. Ihr Leistungsvermögen wird mit circa zwei Kilowatt beziffert, was bedeutet, dass sich damit höchstens Geäst mit etwa drei bis vier Zentimetern Durchmesser bearbeiten lässt.

Wer hingegen häufiger einen Häcksler benötigt, der ist mit einem Leistungsvolumen von rund 2,5 bis 3 Kilowatt gut beraten. Normales Geäst mit einem Durchmesser von 4 bis 5 Zentimeter ist für diese Geräte in der Regel kein Problem.

Gesetz dem Fall, dass es ein noch leistungsstärkerer Häcksler sein soll, ist zu bedenken, dass die elektronisch betriebenen Geräte mit steigender Leistung auch einen wachsenden Energiebedarf aufweisen.

Sofern Sie vor Ort über einen passenden Stromanschluss verfügen und tatsächlich Äste mit einem Durchmesser von acht bis 10 Zentimeter Durchmesser schreddern wollen, bietet sich die Anschaffung eines solchen Modells durchaus an. Nicht zuletzt gibt es auch Benzin betriebene Häcksler zu kaufen, die mit ihrem 5 oder 6 kW Motor durchaus in der Lage sind, Äste mit ähnlicher Dicke zu zerkleinern.

Tipp: Besonders leistungsstark und somit in erster Linie für den häufigen Einsatz bzw. für die Zerkleinerung „härterer Brocken“ konzeptioniert ist der Häcksler mit Benzin- bzw. Verbrennungsmotor. Dieser ist besonders im Profi-Bereich gerne gesehen, wobei diesbezüglich in erster Linie von der Landwirtschaft oder von der Baubranche die Rede ist.

Für die Verwendung im privaten Bereich ist hier aus Gründen der Effizienz eher Abstand zu nehmen.
Denn zu berücksichtigen ist, dass meist nicht häufiger als zwei oder drei Mal im Jahr Gartenabfälle oder Pflanzen- bzw. Strauchschnitt anfallen. Entsprechend selten müsste das Gerät also aus der Garage geholt werden, was zwar eine Energieersparnis zur Folge hätte, aber Fakt ist auch, dass gerade Benzin betriebene Gartenhäcksler nach längerer „Auszeit“ zu Startschwierigkeiten neigen.

Zu groß für den heimischen Garten

Interessanterweise nehmen im Profi-Bereich auch fahrbare Häcksler, welche in Traktoren integriert sind oder mit selbigen gekoppelt werden können, einen sehr wichtigen Stellenwert ein. Es handelt sich dabei um regelrechte Ungetüme, die sich durch ein höchst beeindruckendes Leistungspotenzial auszeichnen.

Ein innovatives Highlight für den enthusiastischen Landwirt sind mittlerweile auch die sogenannten Buschhacker. Diese sind ebenfalls höchst leistungsstarke Häcksler, die in der Lage sind obendrein riesige Mengen Holz – selbst mit stärkerem Durchmesser – zu schreddern. Ihr Walzenwerk erweist sich als ganz besonders kraftvoll und stark.

Für den Gebrauch im hobbymäßigen Bereich sind derartige Landmaschinen allerdings denkbar ungeeignet.
Der finanzielle und auch der zeitliche Aufwand wären schlichtweg zu groß, um diese Geräte im Garten oder im Hinterhof zum Einsatz kommen zu lassen. Ganz abgesehen vom hohen Energieverbrauch. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus der ungemein hohe Geräuschpegel, der während der Häckslerarbeiten in Kauf zu nehmen wäre. Die Nachbarschaft wäre gewiss nur wenig begeistert, wenn Sie mit einer solch‘ lautstarken Maschine Ihre Gartenabfälle zerkleinern lassen wollten.

Messerhäcksler oder Walzenhäcksler

Wissenswert ist, dass gerade bei Messerhäckslern eine besondere Vorsicht geboten ist. Denn aufgrund ihrer technischen Beschaffenheit neigen sie ab und an zu Verstopfungen, sodass es – je nach Geräteart – erforderlich ist, manuell nachzuhelfen bzw. das Schnittgut mit der Hand wieder herauszuholen.

Sicherlich haben sich die Sicherheitsfeatures bei diesen Häckslern in den letzten Jahren erheblich verbessert. Allerdings ist die Verletzungsgefahr bei einer ungenauen oder unsachgemäßen Arbeitsweise nach wie vor gegeben.

Walzenhäcksler hingegen sind meist mit einer Rückwärtskurbel ausgestattet, sodass sich durch geschickte Bewegungen Verstopfungen oder Stauungen dauerhaft vermeiden lassen.

Grundsätzlich lässt sich für jeden Anspruch, für jeden Bedarf und für jeden Geldbeutel der passende Häcksler finden. So sind günstige Geräte, die meist mit einem Elektromotor ausgestattet sind, nicht selten – je nach Anbieter – schon für unter 100 Euro zu haben. Leistungsstärkere Häcksler mit inkludiertem Verbrennungsmotor schlagen hingegen meist mit 250 bis 500 Euro zu Buche.

Soll es dagegen eine Nummer größer sein, zum Beispiel eine Profi-Maschine für die Landwirtschaft, dann muss man ein „wenig“ tiefer in die Tasche greifen. Denn derartige Anlagen können 20.000 bis 50.000 Euro kosten. Der Kreativität der Hersteller sind dabei so gut wie keine Grenzen gesetzt.

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